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COMMENDEMUS NOSMETIPSOS IN MULTA PATIENTIA
Fastenzeit-Ostern 2004 Liebe Brüder und Schwestern, Am Anfang der ersten Woche in der Fastenzeit haben wir den dritten Rundbrief des Vorsitzenden der Liturgischen Kommission des Zisterzienserordens empfangen. Darin werden wir nicht nur über die Fastenzeit und Ostern unterrichtet, sondern wir erfahren auch etwas über die Festtage der neuen Heiligen und etwas über das 40-Jährige Jubiläum der Konstitution Sacrosantum Concilium. Er berichtet auch, wie der Papst Johannes Paul II dieses Jubiläum mit seinem apostolischen Brief Spiritus et Sponsa aufgenommen hat und was andere Autoren dazu geäußert haben. In allen Sprachgruppen hat man dieses Ereignis hervorgehoben und es ist ein Anlass gewesen, zu überdenken, was die liturgische Erneuerung in diesen 40 Jahren bedeutet hat. Da der Rundbrief im deutschen Sprachraum verfasst worden ist und zwar von einem deutschsprachigen Autor, ist es nicht verwunderlich, dass er sich auf ein Dokument bezieht, dass die deutsche Bischofskonferenz über das Jubiläum der Konstitution veröffentlicht hat, und er empfiehlt den deutschsprachigen Klöstern die Lektüre dieses Dokumentes. Die liturgische Sensibilität jeder Sprachgruppe wird sich darin zeigen, wie sie die Resonanz dieses Jubiläums, die sowohl von der eigenen Bischofskonferenz wie auch von anderen Konferenzen erklungen ist, in ihren jeweiligen Kontext aufnehmen. Ich danke Pater Alberich für den neuen Rundbrief und es ist schon bekannt, dass alle sich auf seine Bereitschaft verlassen, die Fragen zu beantworten, die an ihn gerichtet werden, um die Feier der Liturgie im eigenen Konvent und in der Kongregation würdiger zu gestalten. Jeder Konvent könnte sich als Gewissenserforschung einige Fragen stellen: Wo befand sich unser Konvent in Bezug auf die liturgische Feier am Anfang des Konzils? Wie haben wir die liturgische Erneuerung aufgenommen und verwirklicht? Sind wir unbeweglich gewesen? Haben wir verstanden, dass die Benediktusregel uns keine andere Spiritualität gibt als die sogenannte liturgische Spiritualität, die auf den Psalmen, Bibel, Vätern und Sakramenten gründet? Wo sind wir 40 Jahre nach Sacrosanctum Concilium? Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Fastenzeit und ein frohes Osterfest, mit herzlichen Grüßen
Maur Esteva, Generalabt O.Cist. Rom, den 2. März 2004 |
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