MITTEILUNGEN
Abschliessend
noch ein paar Mitteilungen:
- Mit
dem Advent tritt das „Ordinis Cisterciensis Directorium Divini Officii
pro anno liturgico 2002/2003“ in Kraft. Das „Directorium“ wird nun
seit einigen Jahren in Poblet vorbereitet, neuerdings von Fr. Xavier GUANTER
O.Cist., dem „Directorista“ des Ordens. Wir alle sind ihm für seine
Arbeit sehr dankbar. In den letzten drei Jahren haben wir im
Ordensdirektorium einige Änderungen vorgenommen, und zwar im Sinne einer
Anpassung an das „Directorium“ der Universalkirche. So haben wir
beispielsweise in der neuesten Ausgabe die Bezeichung der liturgischen
Klassen (I, II, III, IV classis) weggelassen, weil es eine solche
Klassifizierung seit der Liturgiereform offiziell nicht mehr gibt. Wer bezüglich
des „Directoriums“ konkrete Änderungen oder Verbesserungen wünscht,
kann sich am besten direkt mit Fr. Xavier von Poblet in Verbindung setzen.
- Am
29. Juni 2001 ist nach einer gut dreissjährigen Wartezeit das neue
lateinische „Martyrologium Romanum“ erschienen, und zwar als
letztes liturgisches Buch der Liturgiereform nach dem Zweiten Vatikanum. Das
neue „Martyrologium“ (das letzte datiert von 1584!) enthält die Namen
von 6538 Heiligen und Seligen, von denen 1717 (fast ein Drittel) allein
unter dem Pontifikat von Papst JOHANNES PAUL II. heilig- und seliggesprochen
worden sind. Diese „Martyrologium“ muss jetzt auf Initiative der
Bischofskonferenzen offiziell in die jeweilige Landessprache übersetzt
werden. Aufgabe unseres Ordens (und aller Orden und Diözesen) ist es, ein
„Supplementum“ zu diesem „Martyrologium Romanum“ zu erstellen, in
das, entsprechend der von diesem angegebenen Kriterien, die Heiligen und
Seligen des Ordens aufgenommen worden, von denen sich ein liturgischer Kult
nachweisen lässt. Ich werde im nächsten Rundbrief das neue
„Martyrologium“ näher vorstellen.
- Eine
weitere liturgische Neuerscheinung, welche die Gesamtkirche betrifft, ist
die dritte Auflage (editio typica tertia) des lateinischen „Missale
Romanum“, die am 18. März 2002 in Rom präsentiert worden ist. Diese
Neuauflage war seit längerem als „Messbuch 2000“ angekündigt. Es
scheint, dass es im Vergleich mit den beiden früheren Ausgaben, im neuen
Missale keine Aufsehen erregenden Neuerungen hat. Jedenfalls muss nun auch
diese Version des „Missale Romanum“ in die grossen Weltsprachen übersetzt
werden – und das wird einige Zeit in Anspruch nehmen! Auch über dieses
neue Liturgiebuch schreibe ich Näheres im nächsten Brief an die Klöster.
- Schliesslich
noch eine Anregung: In den deutschsprachigen Ländern ist das Jahr
2003 das „Jahr der Bibel“. Es sind überall bereits die
verschiedensten Aktionen geplant. Die Anregung, die ich in diesem
Zusammenhang machen möchte, ist die: dass wir in diesem „Jahr der
Bibel“ dem heiligen Buch räumlich (vor allem in der Kirche) einen Ehrenplatz
zuweisen. Nach dem letzten Konzil kam vielerorts der schöne Brauch auf, in
den Kirchen durchgehend eine aufgeschlagene Bibel auszulegen. Das Zweite
Vatikanische Konzil hat nämlich in der Offenbarungskonstitution „Die
Verbum“ in Erinnerung gerufen: „Die Kirche hat die Heiligen Schriften
immer verehrt wie den Herrenleib selbst...“ (Nr. 21)!
Unsere Mitschwestern von Eschenbach – um noch einen anderen Vorschlag zu
machen – haben sich für das „Jahr der Bibel“ vorgenommen, alle
Sonntagsevangelien auf Hand zu schreiben und sie fortlaufend in ein von
ihnen künstlerisch gestaltetes Evangeliar einzulegen.
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