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MITTEILUNGEN 1. Das neue Sekretariat O.Cist. für Liturgie Wie Sie wohl gehört haben und wissen, hat das Generalkapitel unseres Ordens, das vom 1.-12. September 2005 in Rom tagte, am 9. September einstimmig das neue Statut des „Sekretariates O.Cist. für Liturgie“ gutgeheissen, das ich ihm auf wiederholten Wunsch unseres Herrn Generalabtes Maurus ESTEVA und im Namen der Liturgischen Kommission O.Cist., die auf ihrer Sitzung vom 3.-4. April 2002 in der Abtei Mariastern-Gwiggen (A) den Entwurf dieses Statuts erarbeitet hatte, vorgelegt habe. Die Annahme dieses neuen Statuts hat zur Folge, dass die Liturgische Kommission O.Cist. nunmehr aufgehoben ist. Das ist also ein historisches Ereignis! Die Liturgische Kommission O.Cist. wurde im Jahre 1933 vom Generalkapitel des Ordens ins Leben gerufen, und zwar mit dem Auftrag, die liturgischen Bücher zu überarbeiten. Sie war demnach im Wesentlichen eine „Commissio pro revisione liturgiae“, wie sie in den Dokumenten genannt worden ist. Am 8. Dezember 1939 hat Generalabt Edmondo BERNARDINI (+1950) den Sitz dieser Kommission vom Generalatshaus in Rom in die eben neu erstandene Abtei Hauterive (Schweiz) verlegt und den damaligen Prior Sighard KLEINER (+1995) zum Präsidenten ernannt (er war es bis 1955). Die Überarbeitung der liturgischen Bücher war zunächst das Werk einer kleinen Kommission bestehend aus Mönchen von Hauterive, bis das Generalkapitel von 1950 der Kommission einen offiziellen Charakter gab, dadurch, dass fortan in ihr jede Kongregation des Ordens durch einen „Consultor“ vertreten sein sollte. Doch erst das Generalkapitel von 1974 gab der „Liturgischen Kommission O.Cist.“ ein klares Statut, wonach sie aus je einem Mitglied und einem Substituten pro Kongregation zusammengesetzt war. Von 1955 bis 1993 war Abt Bernhard KAUL (+2001) von Hauterive, seit 1945 Sekretär, Präsident der Kommission. Ihm war die schwierige Aufgabe gestellt worden, im Orden die vom Zweiten Vatikanischen Konzil geforderliche Liturgiereform durchzuführen. Sein Nachfolger als Präsident war von 1993 bis 2005 P. Alberich ALTERMATT von Hauterive, seit 1976 Sekretär. Die wohl schönste Frucht der Tätigkeit der Liturgischen Kommission war das 1998 erschienene „Rituale Cisterciense“, das gemeinsam mit dem Orden der Zisterzienser der Strengen Observanz entstanden ist, mit dem in liturgischen Belangen bereits seit 1951 eine enge Zusammenarbeit stattfand. Mit der Zeit erwies sich aber die grosse und internationale Zusammensetzung der Liturgischen Kommission (die fast so gross war wie die Ordenssynode!) also zu kompliziert, schwerfällig und ineffizient. Darum kam immer mehr der Wunsch nach einer Vereinfachung auf. Zudem war mit dem Erscheinen des „Rituale Cisterciense“ die Hauptaufgabe der Kommission erfüllt. Auch die Trappisten hatten schon bald nach dem Konzil ihre Liturgische Kommission aufgelöst und ihre Kompetenzen den einzelnen Regionen und Klöstern übertragen. Auch in unserem Orden haben einige Kongregationen eine eigene Liturgische Kommission. Aufgrund dieser Erfahrungen und Entwicklungen kam die Idee eines Liturgischen Sekretariates auf. Wie ist das neue Liturgische Sekretariat zusammengesetzt? Es besteht aus einem Sekretär (einer Sekretärin), der (die) die Arbeiten des Sekretariates koordiniert und aus zwei Assistenten (Assistentinnen). Alle drei Mitglieder müssen in Liturgie (Liturgiewissenschaft) ausgebildet sein und praktische Erfahrung haben. Sie werden jeweils von der Ordenssynode, die auf ein ordentliches Generalkapitel folgt, für fünf Jahre gewählt. Bis zur nächsten Ordenssynode, welche die drei wählen wird, ist P. Alberich ALTERMATT Sekretär. Welches sind die Aufgaben des Sekretariates? Die Aufgaben des Sekretariates, die es zum Wohle des Ordens und im Einvernehmen mit dem Generalabt auszuführen hat, decken sich weitgehend mit denen, welche die Liturgische Kommission (und der Präsident der Kommission) bis jetzt innehatten: a) die liturgische Materie, die vom Generalkapitel oder der Ordenssynode behandelt wird, vorzubereiten; b) den einzelnen Klöstern bei der Gestaltung der Liturgie Hilfe und Anregung zu bieten und sie über liturgische Neuigkeiten der Gesamtkirche und der monastischen Orden zu informieren. Dazu dienen vor allem die Rundbriefe, die periodisch an die einzelnen Gemeinschaften des Ordens geschickt werden sollen; c) die Herausgabe des jährlichen „Ordinis Cisterciensis Directorii Divini Officii“ zu besorgen; d) die liturgische Bildung der Mönche und Nonnen zu fördern; e) die Übersetzung der liturgischen Eigentexte in die verschiedenen Sprachen anzuregen; f) die Zusammenarbeit zwischen den Kongregationen des Ordens und zwischen unserem Orden und den monastischen Instituten, vor allem mit der Zisterzienserfamilie, in gemeinsamen Fragen der Liturgie und bei der Übersetzung liturgischer Texte zu intensivieren; g) dem Generalkapitel und der Ordenssynode durch den Sekretär (die Sekretärin) einen Bericht über die Tätigkeiten des Sekretariates vorzulegen. Der Sitz des Sekretariates für Liturgie ist das Generalatshaus in Rom. Das bedeutet konkret, dass zum Beispiel von Rom aus die Rundbriefe oder Texte an die Klöster des Ordens verschickt worden oder auch, dass sich das Archiv der alten Liturgischen Kommission und des neuen Sekretariates im Generalatshaus befindet. Das Sekretariat hat auf der Homepage des Generalatshauses (Ordens) seinen eignen Platz: „Secretariate for Liturgy in the Cistercian Order“. Die Auslagen des Sekretariates werden vom Generalatshaus bezahlt. 2. „Cistercian Liturgy“ auf der Homepage des Ordens Einmal mehr möchte ich Sie alle darauf aufmerksam machen, dass man auf der Homepage unseres Ordens: www.ocist.org unter: „Cistercian Liturgy“ viele interessante Informationen findet (eingeteilt in zehn Sektionen). Darunter befindet sich auch das „Secretariate for Liturgy in the Cistercian Order“, wo man alle meine Rundbriefe in deutscher, italienischer, spanischer, französischer und portugiesischer Sprache abrufen kann. Unter „Rituale Cisterciense“ sind die französische, spanische und portugiesische Übersetzungen des „Rituale Cisterciense“ von 1998 zugänglich, usw. Ich möchte hier Herrn Generalprokurator Meinrad TOMANN und seinem Team für die Betreuung und laufenden Anpassung dieser Website herzlich danken. 3. Das „Ordinis Cisterciensis Directorium Divini Officii“ Wie Sie bemerkt haben, hat unser Ordensdirektorium seit der Ausgabe von 2004/2005 eine merkliche Erweiterung der rubrikalen Angaben zu den geprägten Zeiten des Jahres und zu einzelnen Festen erfahren. Das geschah und geschieht in Angleichung an das „Direktorium“ der Weltkirche, das seinerseits aufgrund der „Editio typica tertia“ des „Missale Romanum“ von 2002 oder neuerer Römischer Erlasse Änderungen und Erweiterungen vornehmen musste. Die meisten der verschiedenen „Directoria“ von Diözesen und Orden folgen diesbezüglich jetzt dem jährlichen „Ordo Missae celebrandae et Divini Officii persolvendi secundum Calendarium Romanum Generale“. Fr. Xaver GUANTER, der „Directorista des Ordens“, bereitet mit seinen Mitbrüdern von Poblet Jahr für Jahr mit grosser Sorgfalt und Pünktlichkeit unser Ordensdirektorium vor. Dafür sei ihm und seinen Helfern Dank und Anerkennung gesagt! |
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