MITTEILUNGEN

Zum Schluss noch drei Mitteilungen:

1. Das „Ordinis Cisterciensis Directorium Divini Officii“ 2006/2007

Rechtzeitig vor Adventsbeginn haben alle Klöster das neue Ordensdirektorium 2006/2007 erhalten. Praktisch alle Diözesen, Orden und Kongregationen der Kirche haben solch ein liturgisches Direktorium (in vielen Fällen sogar umfangreicher als das unsere!). Unser Direktorium folgt jenem der Universalkirche und entspricht den meisten anderen Direktorien. Die ganze Arbeit wurde wiederum von unseren Mitbrüdern in Poblet geleistet, vor allem von unserem „Directorista“, Fr. Xavier GUANTER. Ihm und seinen Mitbrüdern sei unser herzlichster Dank gesagt. Wer bezüglich des Direktoriums irgendwelche Wünsche, Verbesserungsvorschläge oder Änderungen vorzubringen hat, möge diese direkt dem „Directorista“ in Poblet mitteilen.

 2. Das 50jährige Jubiläum des „Institut Supérieur de Liturgie“ in Paris

Aus Anlass des 50jährigen Jubiläums des „Institut Supérieur de Liturgie“ fand vom 26.-28. Oktober 2006 in Paris eine Tagung statt, an der neben vielen Bischöfen und Liturgiewissenschaftlern auch der Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordung, Kardinal Francis ARINZE, teilnahm. Dieses Institut hat bei der Erneuerung der Liturgie nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine wichtige Rolle gespielt. An ihm unterrichtet übrigens auch unser Mitbruder P. Isaia GAZZOLA von der Abtei Lérins.

 3. Die lateinische Edition des sogenannten Stephansbreviers

In nächster Zeit erscheint in der bekannten liturgiewissenschaftlichen Reihe „Spicilegium Friburgense“ (Academic Press, Freiburg Schweiz) als Band 44 die von P. Chrysogonus WADDELL OCSO, Abtei Gethsemani (U.S.A.), vorbereitete Edition des sogenannten Stephansbreviers von 1132 (da das Brevier unter Abt STEPHAN HARDING [+1134] entstanden ist). Es handelt sich dabei um das älteste Brevier unserer Ordensgeschichte und damit um den ältesten Zeugen der Liturgie in den Anfängen von Cîteaux. Dieses Brevier ist aber auch für die gesamte abendländische Liturgiegeschichte von Bedeutung. Die Handschrift, die in Berlin, Staatsbibliothek Preussischer Kulturbesitz Ms.lat.oct. 402, aufbewahrt wird, wurde im Jahre 1939 von P. Konrad KOCH (+1955), Mönch der Abtei Himmerod entdeckt. In der Folge haben sich mit der Erforschung und der Edition dieser wertvollen Handschriften beschäftigt: P. Bruno GRIESSER (+1965), Abtei Mehrerau; Abt Bernhard KAUL (+2001) von Hauterive; Abtpräses Kassian LAUTERER von Mehrerau und P. Alberich M. ALTERMATT von Hauterive. P. Chrysogonus WADDELL, der seit Jahrzehnten die frühe Zisterzienserliturgie erforscht und bereits mehrere Editionen der Ursprungsdokumente des Ordens herausgegeben hat, konnte nun in geduldiger und mühevoller Arbeit auch diese umfangreiche Edition von fast 800 Seiten abschliessen und für den Druck vorbereiten. Er gibt dem Stephansbrevier fortan die Bezeichung „The Primitive Cistercian Breviary“.

 

 

 

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