MITTEILUNGEN

1.      Das Priesterjahr

Wie Ihr alle wisst, hat Papst BENEDIKT XVI. aus Anlass des 150. Todesjahres des heiligen Pfarrers von Ars, Jean-Marie VIANNEY (+1859), ein Priesterjahr ausgerufen, das offiziell am 19. Juni 2009 (Herz-Jesu-Fest) begonnen hat und am 11. Juni 2010 (Herz-Jesu-Fest) enden wird. Wie der Heilige Vater in seinem Schreiben an die Priester vom 16. Juni 2009 erklärte, möchte dieses Priesterjahr vor allem „das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute fördern“. Dieses Jahr will uns alle auch einladen, intensiver über die Identität und Sendung des Priesters in der Kirche nachzudenken. Nicht zuletzt soll dieses besondere Jahr dem Gebet für die Priester und um Priesterberufe geweiht sein. „Das Gebet ist nämlich die erste Aufgabe als echte Berufungspastoral“, sagte der Papst den Pilgern anlässlich der Generalaudienz am 1. Juli 2009. Machen wir uns diese drängenden Gebetsanliegen zu eigen und nehmen wir sie immer wieder auf in die Fürbitten bei Stundengebet und Eucharistiefeier! Ausserhalb der geprägten Zeiten wäre es durchaus angebracht, ab und zu die Votivmesse „Für die Priester“ und „Um Priesterberufe“  zu feiern (siehe „Römisches Messbuch“ unter den Messen für besondere Anliegen). Für weitere Informationen und Dokumentationen verweise ich auf die mehrsprachige Internetseite: www.annussacerdotalis.org. Auch einzelne Länder haben dafür eine eigene Internetseite.

2.      Das Ordensdirektorium als Informationsquelle und „Band der Einheit“

Zum Beginn des neuen Kirchenjahres ist das von der Abtei Poblet vorbereitete und herausgegebene Ordensdirektorium: „Ordinis Cisterciensis Directorium Divini Officii pro anno liturgico 2009/2010“ wiederum rechtzeitig an alle Klöster des Ordens versandt worden. Dieses Direktorium will Hilfe bieten zur würdigen Gestaltung und Feier der Liturgie. Es ist dazu eine wichtige Informationsquelle. Es gelangen manchmal liturgische Fragen an mich, die eigentlich im Direktorium schon beantwortet wären. In seinem ersten Teil finden sich überdies nützliche und praktische Angaben zur Feier von Stundengebet und Eucharistie (Seiten 4-13) und – was leider oft nicht beachtet wird! – zu unseren Gebetsverpflichtungen für die Verstorbenen („De suffragiis pro defunctis nostris“), wie sie das Generalkapitel von 1995 neu festgelegt hat (Seiten 14-16). Das Ordensdirektorium ist insbesondere auch ein „Band der Einheit“ zwischen allen unseren Klöstern, die seine Weisungen befolgen. Die zu den einzelnen Klöstern und Kongregationen vermerkten Eigenfeste geben uns jeweils die Möglichkeit, diesen Gemeinschaften an ihren ganz eigenen Festtagen verbunden zu sein. Im Übrigen können wir Herrn Abtpräses D. Josep ALEGRE und den Mönchen von Poblet, speziell Fr. Xavier GUANTER, Directorista, nie genug danken für diesen wertvollen Dienst, den sie uns Jahr für Jahr erweisen.

3.      Der Tod von Don Malachia FALLETTI, Certosa di Firenze-Casamari

Am 7. Juni 2009 ist in der Certosa di Firenze Don Malachia FALLETTI im Alter von 77 Jahren verstorben. Seit 1976 war er ein kompetentes und interessiertes Mitglied der „Liturgischen Kommission O.Cist.“. Auch in seiner Kongregation von Casamari war er für die Liturgie zuständig und hat sich dabei tatkräftig  eingesetzt für die liturgische Erneuerung und die würdige Feier der Liturgie. Gott vergelte ihm alles, was er für die Liturgie des Ordens und der Kongregation getan hat. R.I.P.

            Und noch ein Ausblick: Der nächste Rundbrief wird nach der Osterzeit 2010 erscheinen. Ich werde darin Antworten und Erklärungen geben zu Fragen der liturgischen Praxis, wie sie mir von Mitschwestern und Mitbrüdern Ordens immer wieder vorgelegt werden und aus diesem Grund auch von allgemeinem Interesse sind.

 

 

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